
Gemeinsam für die Galgos – viele Wege, ein gemeinsames Ziel
Für die Hunde. Für ihren Schutz. Für Veränderung.
Am 18. Oktober gehen in Spanien erneut viele Menschen auf die Straße, um für einen besseren Schutz der Jagdhunde zu demonstrieren. Sie erheben ihre Stimmen für Galgos, Podencos und all die anderen Hunde, deren Leben viel zu oft von ihrer jagdlichen Leistung abhängig gemacht wird.
Auch die OrganisatorInnen der Galgomärsche in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich erneut zusammengeschlossen. Wie bereits im März wollen wir gemeinsam ein Zeichen setzen und uns mit einem offenen Brief an die spanische Regierung wenden. Unser Anliegen ist klar: Das Schicksal der spanischen Jagdhunde darf nicht vergessen werden. Ihr Leid muss sichtbar bleiben, und ihr Schutz muss endlich nachhaltig verbessert werden.
Ein gemeinsames Anliegen – auch in Hamburg
Ursprünglich wollten wir uns am 16. Oktober mit einer Aktion vor dem spanischen Generalkonsulat in Hamburg beteiligen und unseren offenen Brief persönlich übergeben. Eine Demonstration konnten wir leider nicht organisieren. Zudem hatten wir für Freitag keinen Termin zur Briefübergabe erhalten.
Doch manchmal ergeben sich andere Wege, wenn ein geplanter Weg nicht möglich ist.
Steffi machte sich deshalb am 15. Oktober ganz spontan auf den Weg zum spanischen Generalkonsulat in Hamburg, um unseren offenen Brief persönlich abzugeben. Und wir hatten Glück: Unser Schreiben wurde entgegengenommen und noch in Steffis Anwesenheit unmittelbar an das zuständige Landwirtschaftsministerium in Madrid weitergeleitet.
Wir freuen uns sehr, dass unser Anliegen auf diesem Weg weitergetragen wurde. Natürlich wissen wir, dass die Übergabe eines Briefes allein noch keine Veränderung garantiert. Aber sie ist ein konkreter Schritt, um Aufmerksamkeit zu schaffen, Forderungen zu übermitteln und deutlich zu machen, dass Menschen in verschiedenen Ländern nicht bereit sind, das Leid dieser Hunde einfach hinzunehmen.
Unser herzlicher Dank gilt Steffi für ihren spontanen Einsatz und dafür, dass sie die Gelegenheit ergriffen hat, als sie sich bot. Manchmal braucht es genau diesen Mut, nicht lange zu überlegen, sondern einfach aktiv zu werden.
Es gibt viele Wege, sich für ein gemeinsames Ziel einzusetzen
Wir möchten mit dieser Aktion auch eine Botschaft vermitteln, die uns besonders wichtig ist:
Wir müssen nicht alle das Gleiche tun, um dasselbe Ziel zu verfolgen.
Nicht jeder Mensch kann eine Demonstration organisieren. Nicht jeder kann zu einer Veranstaltung fahren, einen Brief persönlich übergeben oder sich öffentlich engagieren. Unsere Möglichkeiten, unsere Zeit und unsere persönlichen Voraussetzungen sind unterschiedlich.
Manchmal bedeutet Engagement, auf die Straße zu gehen. Manchmal bedeutet es, einen offenen Brief zu verfassen, Unterschriften zu sammeln, Informationen zu verbreiten oder mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Manchmal ist es eine Spende, die eine Tierschutzorganisation bei ihrer Arbeit unterstützt. Und manchmal ist es die spontane Entscheidung, selbst aktiv zu werden, wenn sich eine Gelegenheit ergibt.
All diese Wege können wichtig sein.
Es geht nicht darum, miteinander zu vergleichen, wer mehr tut oder wessen Einsatz der richtige ist. Es geht darum, dass wir uns nicht gegenseitig davon abhalten lassen, etwas zu bewegen. Wir brauchen Menschen, die organisieren, Menschen, die teilnehmen, Menschen, die informieren, und Menschen, die im Hintergrund unterstützen.
Was zählt, ist unser gemeinsames Ziel: der Schutz der Hunde.
Warum wir nicht aufhören dürfen, hinzusehen
Das Leid der spanischen Jagdhunde ist kein Thema, das nur während einer Demonstration oder rund um das Ende der Jagdsaison Aufmerksamkeit verdient. Es geht um Lebewesen, die Schutz, Versorgung und ein Leben in Sicherheit benötigen – unabhängig davon, ob sie für die Jagd noch gebraucht werden.
Galgos und Podencos sind keine Gebrauchsgegenstände, die man nach Jahren der Nutzung einfach zurücklassen oder entsorgen kann. Sie sind fühlende Lebewesen. Sie können Angst und Schmerzen erleben, Vertrauen entwickeln und enge Bindungen zu Menschen aufbauen.
Deshalb fordern wir einen wirksamen und nachhaltigen Schutz für Galgos, Podencos und andere betroffene Jagdhunde. Bestehende Schutzlücken müssen geschlossen, Missstände konsequent verfolgt und die Verantwortung für jedes einzelne Tier ernst genommen werden.
Wir wissen, dass Veränderungen Zeit brauchen. Gesetze werden nicht über Nacht verändert, und ein einzelner Brief kann keine umfassende Lösung garantieren. Aber wenn Menschen beharrlich bleiben, Informationen verbreiten und politische Verantwortung einfordern, können sie dazu beitragen, dass ein Thema nicht aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwindet.
Schweigen verändert nichts. Hinsehen ist wichtig. Und aktiv zu werden, ist auf viele unterschiedliche Arten möglich.
Jede und jeder Einzelne kann etwas beitragen
Vielleicht fragst du dich, was du selbst tun kannst. Du musst dafür nicht gleich eine große Veranstaltung organisieren. Schon kleine Schritte können dazu beitragen, dass mehr Menschen auf das Thema aufmerksam werden.
- Teile Informationen über das Schicksal der Galgos, Podencos und anderer Jagdhunde.
- Sprich mit Menschen in deinem Umfeld über das Thema und hilf dabei, Vorurteile und Unwissen abzubauen.
- Unterstütze seriöse Tierschutzorganisationen, die sich für die betroffenen Hunde einsetzen.
- Beteilige dich an Aktionen, Demonstrationen, Informationsveranstaltungen oder gemeinsamen Kampagnen.
- Engagiere dich mit deinen eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten – ganz gleich, ob sichtbar in der Öffentlichkeit oder im Hintergrund.
Und wenn du schon lange überlegst, dich stärker einzubringen, dann ist vielleicht jetzt ein guter Zeitpunkt dafür.
Wir freuen uns über Menschen, die sich anschließen, Ideen einbringen und gemeinsam mit uns dafür sorgen möchten, dass die Hunde nicht vergessen werden. Niemand muss alles allein schaffen. Gemeinsam können wir Aufgaben verteilen, Erfahrungen austauschen und neue Wege finden, um unsere Botschaft weiterzutragen.
Je mehr Menschen sich zusammenschließen, desto mehr Möglichkeiten entstehen, etwas zu bewegen.
Danke an alle, die uns begleiten
Eine solche Arbeit wäre nicht möglich, wenn wir sie allein stemmen müssten. Deshalb möchten wir an dieser Stelle ganz bewusst Danke sagen.
Danke an unsere Unterstützerinnen und Unterstützer, die uns teilweise schon seit vielen Jahren treu begleiten. Danke an diejenigen, die immer wieder da sind, wenn wir sie brauchen, die mitdenken, mithelfen, unsere Anliegen teilen und uns auch dann unterstützen, wenn es einmal schwierig wird.
Danke an alle, die bei unseren Galgomärschen mitlaufen, bei der Organisation helfen, Informationen verbreiten, Kontakte herstellen oder einfach zuverlässig an unserer Seite stehen. Manche Unterstützung ist für alle sichtbar, andere geschieht ganz still im Hintergrund. Beides ist wertvoll.
Es bedeutet uns viel, Menschen an unserer Seite zu wissen, die unsere Arbeit und unser Anliegen verstehen und mittragen. Dieses Vertrauen und diese Verbundenheit geben uns Kraft, weiterzumachen – auch dann, wenn nicht alles so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben.
Und natürlich gilt unser Dank ebenso allen, die erst jetzt auf das Thema aufmerksam werden und überlegen, wie sie sich einbringen können. Jede neue Stimme, jede helfende Hand und jede gute Idee ist willkommen.
Wir haben noch Hoffnung
Am 18. Oktober werden in Spanien Menschen für die Jagdhunde auf die Straße gehen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen sich Menschen ebenfalls für dasselbe Anliegen ein. Nicht überall auf dieselbe Weise, nicht immer mit denselben Möglichkeiten – aber mit einem gemeinsamen Ziel.
Die Übergabe unseres offenen Briefes im spanischen Generalkonsulat in Hamburg und seine unmittelbare Weiterleitung an das zuständige Landwirtschaftsministerium in Madrid waren für uns ein wichtiger Schritt. Wir hoffen, dass unser Anliegen Gehör findet und dazu beiträgt, den Schutz der spanischen Jagdhunde weiter in den Mittelpunkt zu rücken.
Wir wissen nicht, wann und wie sich die Veränderungen einstellen werden, die wir uns für die Hunde wünschen. Aber wir wissen, dass wir nicht aufhören dürfen, uns dafür einzusetzen.
Es gibt viele Wege, sich für ein gemeinsames Ziel einzusetzen. Wir müssen nicht alle das Gleiche tun, um dasselbe Ziel zu verfolgen. Entscheidend ist, dass wir etwas tun.
Für die Hunde. Für ihren Schutz. Für Veränderung.
Und für eine Zukunft, in der Galgos, Podencos und alle anderen Jagdhunde nicht nach ihrer Leistung beurteilt werden, sondern als das gesehen werden, was sie sind: Lebewesen, die unseren Schutz und unsere Verantwortung verdienen.
Wir geben nicht auf. Und wir freuen uns über alle, die diesen Weg mit uns weitergehen.
