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Die Wette mit dem Tod – das globale Schicksal der Windhunde
Die Wette mit dem Tod – das globale Schicksal der Windhunde
Sie stehen für Anmut, Eleganz und Geschwindigkeit. Doch hinter dieser Faszination verbirgt sich eine weltweite Realität, die viel zu selten im Mittelpunkt steht: Windhunde werden für die Jagd, für Rennen und für andere Formen der Leistungsnutzung gezüchtet und eingesetzt. Was geschieht, wenn sie nicht mehr schnell genug sind, sich verletzen oder die Erwartungen ihrer Besitzer nicht erfüllen?
Windhundleid ist kein ausschließlich spanisches Problem. Es hat unterschiedliche Gesichter, verschiedene kulturelle Hintergründe und ganz eigene rechtliche Rahmenbedingungen. Doch immer wieder begegnet uns dieselbe Frage: Was geschieht mit einem Tier, wenn sein Wert davon abhängig gemacht wird, was es für den Menschen leisten kann?
Spanien – das Leid der Galgos und Podencos
Wenn wir in Deutschland über das Schicksal der Windhunde sprechen, denken viele zuerst an Spanien. An Galgos, die nach der Jagdsaison abgegeben oder zurückgelassen werden. An Podencos, die unter schlechten Bedingungen leben und auf die Hilfe engagierter Tierschützer angewiesen sind.
Das Leid spanischer Jagdhunde ist seit Jahren ein wichtiges Thema der internationalen Tierschutzarbeit. Die Fundación Affinity untersucht regelmäßig die Situation ausgesetzter und abgegebener Hunde und Katzen in Spanien. Ihre Erhebungen zeigen, dass das Problem weiterhin besteht. Sie liefern allerdings keine vollständige landesweite Zählung getöteter Galgos und Podencos.
Die häufig verbreitete Behauptung, jährlich würden bis zu 100.000 Galgos, Podencos und andere Jagdhunde getötet, ist deshalb nicht als gesicherte Statistik zu verwenden. Fehlende belastbare Zahlen bedeuten jedoch nicht, dass es kein Leid gibt. Sie zeigen vielmehr, wie schwierig es ist, das tatsächliche Ausmaß bestimmter Praktiken zu erfassen.
Mit dem spanischen Tierschutzgesetz 7/2023 wurden wichtige Regelungen zum Schutz von Heimtieren geschaffen. Jagdhunde und andere für bestimmte Tätigkeiten eingesetzte Hunde fallen allerdings unter besondere gesetzliche Ausnahmen. Der allgemeine Schutz durch dieses Gesetz gilt daher nicht uneingeschränkt für alle Jagdhunde.
Für die betroffenen Tiere bleibt entscheidend, dass ihre Versorgung nicht von ihrer jagdlichen … [ mehr ]
