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Das Schreckgespenst Ehrlichiose

Wenn die „Mittelmeerkrankheit“ mehr ist als nur ein Wort

Wer sich mit Hunden aus Spanien oder anderen südlichen Ländern beschäftigt, begegnet früher oder später einem Begriff, der vieles in sich trägt: Unsicherheit, Respekt – manchmal auch Angst.

Ehrlichiose

Für manche ist es nur ein medizinischer Fachbegriff im sogenannten Mittelmeerprofil. Für andere wird er plötzlich sehr real. Was steckt wirklich hinter dieser Erkrankung? Wie gefährlich ist sie? Und wie kann es sein, dass ein Hund zunächst völlig gesund wirkt – und kurze Zeit später ernsthaft erkrankt?

Was ist Ehrlichiose?

Ehrlichiose ist eine bakterielle Infektion, ausgelöst durch das Bakterium Ehrlichia canis. Übertragen wird sie vor allem durch die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus), die im Mittelmeerraum weit verbreitet ist. Nach einem Zeckenbiss gelangen die Erreger in den Blutkreislauf und befallen bestimmte weiße Blutkörperchen. Von dort aus können sie sich im Körper festsetzen – manchmal nur vorübergehend, manchmal über längere Zeit. Und genau hier beginnt die Komplexität dieser Erkrankung.

Warum ein Hund gesund erscheinen kann – und trotzdem betroffen sein kann

Ehrlichiose verläuft häufig in verschiedenen Phasen. Nach einer möglichen akuten Phase – die mit Fieber, Mattigkeit oder Veränderungen im Blutbild einhergehen kann – folgt oft eine sogenannte subklinische Phase. Das bedeutet: Der Hund wirkt völlig gesund. Er frisst, spielt, bewegt sich normal.

Im Hintergrund kann der Erreger jedoch weiterhin im Körper vorhanden sein. Diese Phase kann Monate, manchmal sogar Jahre dauern. Genau deshalb entsteht rund um den sogenannten Mittelmeer-Test häufig Verwirrung.

Was sagt ein Mittelmeer-Test wirklich aus?

Die meisten Tests prüfen zunächst auf Antikörper. Ein positiver Antikörpertest zeigt, dass der Hund Kontakt mit dem Erreger hatte – er sagt jedoch nicht eindeutig, ob die Infektion aktuell aktiv ist. Ein negativer Test bedeutet zunächst, dass zum Zeitpunkt der Untersuchung keine Infektion nachweisbar war. Eine sehr frische Infektion kann dadurch jedoch nicht immer sicher ausgeschlossen werden. Zusätzlich kann eine PCR-Untersuchung durchgeführt werden, die das Erbgut … [ mehr ]

2026-03-23T17:21:09+01:0023. März 2026|

Galgomarsch Hamburg auf der Stadtpfotenmesse

Für die vergessenen Hunde Spaniens…

Am 28. Februar dürfen wir unse Initiative auf der Stadtpfotenmesse präsentieren – auf Norddeutschlands größter Hundemesse im Alten Paketpostamt. Für uns ist das weit mehr als eine Messe: Es ist unsere Chance, die Stimme der Galgos, Podencos und all der Hunde zu sein, die in Spanien unsichtbar leiden. 🇪🇸💔

Hunde ohne Rechte – das Schicksal der Galgos und Podencos in Spanien

In Spanien leben Wind- und Jagdhunde wie Galgos und Podencos ein Leben voller Schmerz, Entbehrung und Angst. Schon als Welpen wachsen sie oft in Verschlägen, Ruinen oder engen Zwingern auf, umgeben von Schmutz und Dunkelheit. Medizinische Versorgung ist selten, Nahrung knapp, Zuneigung ein Fremdwort. Viele verbringen ihr Leben an kurzen Ketten, fernab von Wärme und Sicherheit.

Diese Hunde werden nicht für ein glückliches Leben gezüchtet, sondern für die Hetzjagd auf Hasen, für Wetteinsätze oder den kurzen Ruhm ihrer Halter, der Galgueros.

Hier in Hamburg möchten wir diesem Leid ein Gesicht geben – durch unsere Präsenz auf der Stadtpfotenmesse, durch Gespräche, Begegnungen und Aufklärung. Wir möchten dir zeigen, dass jede Tat zählt, sei es eine Geschichte zu teilen, ein Tierschutzprojekt zu unterstützen oder einem Hund ein liebevolles Zuhause zu geben.

Darum lohnt sich dein Besuch bei uns:

  • Begegnung mit Gleichgesinnten: Menschen, die Hunde lieben und Tierschutz ernst nehmen.
  • Einblicke in das Leben der Galgos: Geschichten, Hintergründe und Fakten, die bewegen und berühren.
  • Inspiration für Taten: Wie du selbst aktiv werden kannst, um Leid zu lindern und Hoffnung zu schenken.

Wir freuen uns darauf, bekannte Gesichter wiederzusehen, neue Menschen kennenzulernen und Gespräche zu führen, die wirklich etwas bewegen. Jede Begegnung ist ein Schritt, um die Welt für diese Hunde ein Stück heller zu machen.

📅 Datum: 28. Februar 2026, 10-18 Uhr

📍 Ort: Altes Paketpostamt Hamburg

❗️ alle Hunde mit einem gültigen Impfpass (Original ist mitzuführen) sind willkommen

Komm vorbei – für die … [ mehr ]

2026-02-18T17:32:12+01:0018. Februar 2026|

Rückblick – Hamburger Galgomarsch 2026

Danke an alle Teilnehmenden des Hamburger Galgomarsches

Der dritte offizielle Hamburger Galgomarsch war geprägt von bitterer Kälte – und großer Solidarität.

Wir danken allen Menschen, die trotz der Temperaturen gekommen sind, um für die vergessenen Hunde Spaniens auf die Straße zu gehen.
Eure Teilnahme, eure Haltung und eure Präsenz haben diesen Marsch getragen.

Besonders gefreut hat uns die mediale Aufmerksamkeit, die wir in diesem Jahr erreichen konnten.
Denn manchmal genügt schon ein einziger Mensch, der sich neu für dieses Thema interessiert.
Wenn dieser Mensch das Wissen weiterträgt, wird aus einer Stimme jedes Jahr eine mehr.

Der Hamburger Galgomarsch war Teil einer größeren Bewegung: Zeitgleich fanden Aktionen in vielen Städten Deutschlands und Europas statt, und auch heute gehen weitere Menschen auf die Straße, um auf das Schicksal der Hunde aufmerksam zu machen.

✨ Make a Wish

Unser Wunsch ist, dass sich die Verantwortlichen endlich mit dieser Realität auseinandersetzen – und dass jede einzelne Hündin und jeder einzelne Hund ein Leben führen darf, das würdig, sicher und respektvoll ist – egal, ob er auf dem Sofa schläft oder als Jagd- oder Arbeitshund dient.

Dass alle Hunde die Fürsorge, den Schutz und die Achtung bekommen, die ihnen zusteht – so, wie es das europäische Recht vorsieht.
Ohne Unterschiede.
Ohne Ausnahmen.

Es darf keine Hunde zweiter Klasse geben.
Nicht in Spanien.
Nicht in Europa.
Nicht auf der Welt.

Solange Tiere gleich fühlen und gleich leiden, fordern wir: GLEICHE HUNDE – GLEICHES GESETZ.

Ausblick

Wir wissen, dass Wünsche nur dann Realität werden, wenn wir handeln.
Darum werden wir nicht stillstehen:
Wir werden weiter hinschauen.
Weiter sprechen.
Weiter handeln.

Danke, dass ihr gestern gemeinsam mit uns auf der Straße wart.
Danke, dass ihr nicht wegschaut.
Danke, dass ihr zeigt: Spaniens vergessene Hunde sind nicht vergessen!

Und weil Veränderung Zeit braucht, sehen wir uns wieder –
am Ende der nächsten spanischen Jagdsaison,
am letzten Samstag im Januar 2027.

Abschlussrede 2026 (PDF)

Viele tolle Fotos vom Galgomarsch 2026 findet … [ mehr ]

2026-03-23T10:31:13+01:001. Februar 2026|

Gemeinsam für Europas Jagdhunde

Wir unterstützen die Petition der Jake Hundehilfe

Diese Petition wurde von Jenny Burghold, Gründerin und 1. Vorsitzenden der Jake Hundehilfe, ins Leben gerufen. Jenny und ihr Team setzen sich für die Hunde ein, die sonst niemand sieht – alt, krank, verletzt oder einfach unerwünscht.

Sie kämpfen für jedes einzelne Leben. Und aus dieser täglichen Erfahrung heraus entstand ein Appell, den wir nicht ignorieren dürfen: Europa muss endlich alle Hunde gleich schützen.

Wir vom Hamburger Galgomarsch unterstützen diese Petition aus tiefstem Herzen.

Warum?

In Spanien gelten bis heute Ausnahmeregelungen für Jagdhunde wie Galgos, Podencos, Bretóns, Setter und viele weitere Rassen.

Obwohl Tiere laut EU-Recht fühlende Lebewesen sind, werden sie vielerorts weiterhin wie Gebrauchsgegenstände behandelt.

Für viele dieser Hunde bedeutet das:

  • ein Leben in Dunkelheit und Isolation
  • enge Verschläge, Ketten, mangelnde Versorgung
  • Hunger, Kälte, Verletzungen
  • Aussetzen, Misshandlung oder Tötung nach der Jagdsaison

Dieses Leid widerspricht sowohl europäischem als auch spanischem Recht – und dennoch geschieht es jeden Tag.

Die Petition richtet sich an:

  • die Europäische Kommission
  • das Europäische Parlament (Petitionsausschuss)
  • die spanische Regierung

mit der klaren Forderung:

Beendet die Sonderregelungen. Gebt allen Hunden denselben Schutz. Schluss mit dem Zwei-Klassen-System.

Beim Hamburger Galgomarsch geht es um Sichtbarkeit. Um Solidarität. Um Mitgefühl.

Wir gehen auf die Straße, weil diese Hunde keine Stimme haben – aber ein Recht auf ein Leben ohne Leid.

Darum unterstützen wir die Petition der Jake Hundehilfe:

  • weil Tradition niemals Tierleid rechtfertigt
  • weil alle Hunde fühlende Lebewesen sind
  • weil jedes Leben zählt

Gemeinsam können wir ein Zeichen setzen – leise, klar, deutlich und unübersehbar.

Bitte unterschreibt und teilt die Petition!

openpetition.eu/!tangoforfriends

Für Galgos. Für Podencos. Für alle Hunde, die uns brauchen.

Weitere Infos zu Jake Hundehilfe

https://www.instagram.com/jake_tierhilfe
https://www.facebook.com/jaketierhilfe
https://jake-hundehilfe.de

2025-11-19T21:50:33+01:0019. November 2025|

Rückblick – Great Global Greyhound Walk 2025

Am Sonntag, den 28. September, fand auch in Hamburg ein „Great Global Greyhound Walk“ statt

Was für ein unglaubliches Jahr für den Great Global Greyhound Walk

Weltweit haben wir nicht nur drei Rekorde gebrochen, sondern auch Zahlen erreicht, die alles bisher Dagewesene übertreffen:

  • 16.562 Windhunde
  • 659 Spaziergänge
  • in 47 Ländern weltweit

Wir sind überwältigt von der Liebe zu unseren Windhunden und vom einzigartigen Gemeinschaftsgeist, den ihr alle gezeigt habt. Ihr habt der Welt eindrucksvoll bewiesen: Sighthounds sind fantastische Familienmitglieder.

Diese Leistung gehört euch allen. Lasst uns gemeinsam dieses großartige Ergebnis feiern.

GGGW – Gemeinsam unschlagbar!

Ein ganz besonderes Dankeschön geht an alle, die mit uns in Hamburg dabei waren – und an Frank und Guido, die diesen Spaziergang zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben.

Hier geht’s zur Galerie des GGGW am 28.09.2025 in Hamburg

2026-03-23T10:32:14+01:0029. September 2025|

Azuaga: 32 Hunde verhungern – und alle schauen weg!

Am 14. September wurde in Spanien öffentlich gemacht, was viele schon lange wussten.

Die Guardia Civil fand Anfang August 2025 auf einem Grundstück in Azuaga (Provinz Badajoz, Spanien) 32 verhungerte Jagdhunde. Einige waren angekettet, andere in Käfigen eingesperrt, ohne Wasser, ohne Nahrung. Ein Teil der Tiere versuchte, sich von den Kadavern bereits verstorbener Hunde zu ernähren. Der Besitzer wird nun wegen Tiermisshandlung und Vernachlässigung strafrechtlich verfolgt.

Doch die größere Schuld liegt nicht allein bei ihm.

Nachbarn, Gemeindeverantwortliche und Mitbürger haben von den Zuständen gewusst – und weggeschaut. Als die Aktivist:innen am Tag der Mahnwache nach Azuaga kamen, war das Dorf wie ausgestorben: Türen verschlossen, Fensterläden zu, niemand auf der Straße, niemand vom Ort anwesend. Ein ganzes Dorf hat geschwiegen und weggeschaut!

Dieses Schweigen tötet.

Es ist die stille Zustimmung, die das Leiden möglich macht. Es ist der Mantel der „Tradition“ und „Sport“, unter dem Missbrauch, Grausamkeit und Tod seit Jahrzehnten in Spanien akzeptiert und geschützt werden.

Unsere Verbündete María Teresa García Rodríguez Mitglied der Plataforma NAC hielt am 14. September 2025 während der Kundgebung auf dem Plaza de la Merced (vor dem Rathaus) eine bewegende Rede, die genau dies benannte: Das Problem sind nicht nur die Täter – es ist auch die Gleichgültigkeit der Gesellschaft!

„Kann sich jemand den Schmerz vorstellen, den diese Wesen empfunden haben, mit leeren Magen, trockener Kehle und unter unvorstellbaren Temperaturen angekettet … und das Schlimmste, mit gebrochener Seele, ohne dass jemand ihre Schreie oder ihr Weinen erhörte … oder sie nicht hören wollte, weil es einfacher ist, wegzuschauen, als sich mit einem Tierquäler anzufeinden, da wir in einem Land leben, in dem es zu einer größeren Strafe führen kann, sein Gesicht zu zeigen oder seinen Namen bekannt zu geben, als das Verbrechen selbst zu begehen.

Kann sich jemand vorstellen, wie lange diese Qual … [ mehr ]

2026-03-23T10:24:04+01:0016. September 2025|

NO A LA CAZA – Nein zur Jagd?

Warum der spanische Widerstand gegen die Jagd verständlicher ist, als es zunächst scheint

In Spanien gehört die Jagd auf Hasen, Kaninchen und andere Wildtiere seit Jahrhunderten zur Kultur, insbesondere in ländlichen Gebieten. Doch der Tierschutzruf „NO A LA CAZA / Nein zur Jagd“  – klingt für viele Deutsche, die Jagd eher als reguliertes Handwerk zur Kontrollierung des Wildbestandes verstehen, radikal und im ersten Moment schwer nachvollziehbar. Warum fordern spanische Tierschutzorganisationen ein vollständiges Verbot der Jagd, insbesondere der Jagd mit Windhunden wie Galgos oder Jagdhunden wie Podencos? Ein genauer Blick auf die Praxis der Jagd in Spanien zeigt, dass diese Forderung mehr ist als nur ein radikaler Slogan.

Die Realität hinter der Jagd in Spanien

Die spanische Jagd unterscheidet sich in vielen Aspekten von der in anderen europäischen Ländern. Während die Jagd in Deutschland streng reguliert und hauptsächlich auf Wildbestandskontrolle und Nachhaltigkeit ausgelegt sein sollte, hat die Jagd in Spanien oft eine andere Dimension – und leider auch problematische Seiten.

Das Aussetzen von Tieren zur Aufrechterhaltung der Jagdtradition

Die Jagd in Spanien, besonders mit Galgos und Podencos, konzentriert sich auf Tiere wie Hasen, Kaninchen oder Rebhühner. Doch die natürlichen Bestände dieser Tiere reichen vielerorts nicht mehr aus, um die Nachfrage durch Jäger und Jagdevents zu decken. Gründe dafür sind:

  • Krankheiten wie Myxomatose und Chinaseuche, die Hasen und Kaninchenpopulationen stark dezimiert haben.
  • Habitatverlust durch intensive Landwirtschaft.
  • Überjagung, die zu einem massiven Rückgang der Wildtiere geführt hat.

In Spanien ist der Bestand des Wildkaninchens (Oryctolagus cuniculus) seit 1975 um etwa 80 % zurückgegangen. Hauptursachen sind Krankheiten wie die Myxomatose und die Chinaseuche (RHD) sowie der Verlust geeigneter Lebensräume.

Für den Feldhasen (Lepus europaeus) gibt es Hinweise auf regionale Bestandsrückgänge, genaue flächendeckende Daten für Spanien sind jedoch begrenzt. In anderen europäischen Ländern, wie beispielsweise Österreich, wurden ähnliche Trends beobachtet. Dort ging die Anzahl der erlegten Hasen von 46.515 im Jagdjahr … [ mehr ]

2025-01-27T14:45:01+01:007. Januar 2025|

Der Kampf für die Galgos in Spanien

Schluss mit der Grausamkeit

Am 1. Februar 2025 endet in Spanien die Jagdsaison – ein Datum, das für Tausende von Galgos, den spanischen Windhunden, das Ende ihres ohnehin entbehrungsreichen Lebens bedeutet.

Diese Hunde, die für die Hetzjagd auf Hasen gezüchtet werden, dienen einer grausamen und veralteten „Tradition“, die in Wirklichkeit nichts anderes ist als ein blutiger Sport. Dabei geht es nicht um Jagd im eigentlichen Sinne, sondern um Wettkämpfe, Prestige und Geld, das von sogenannten Jägern – den Galgueros – durch die Geschwindigkeit ihrer Hunde verdient wird.

Da die Galgos nichts können müssen außer schnell zu sein, werden sie in Massen gezüchtet und unter grausamen Bedingungen gehalten. Sobald ein Hund aber nicht mehr schnell genug ist, sei es durch Alter, Krankheit, Verletzung oder mangelnde Leistung, wird er überflüssig – ein nutzloses Werkzeug, das entsorgt wird.

Die Konsequenz ist entsetzlich:

Nach Ende der Jagdsaison werden jährlich 50.000 bis 100.000 Galgos ausgesetzt, verletzt zurückgelassen oder sogar getötet.

Manche werden erschlagen, in Brunnen geworfen oder in Verschlägen ohne Wasser und Nahrung ihrem Schicksal überlassen. Besonders grausam ist eine alte Tradition: Das sogenannte „Klavierspielen“. Dabei werden Hunde an Bäumen erhängt, wobei sie sich in einem qualvollen Todeskampf langsam strangulieren.

Die spanische Regierung schützt diese Hunde nicht. Jagdhunde wie die Galgos sind von Tierschutzgesetzen ausdrücklich ausgenommen, da die Jagdlobby in Spanien großen Einfluss hat. Gebrauchshunde – darunter Jagd-, Wach- oder Hütehunde – gelten als „Arbeitswerkzeuge“ und fallen nicht unter den gesetzlichen Schutz, der für Haustiere gilt.

Dieses Schlupfloch im Gesetz wurde 2023 erneut bestätigt, als politische Kompromisse zwischen Parteien den Schutz der Tiere zugunsten wirtschaftlicher und traditioneller Interessen verhinderten.

Die spanischen Tierschützer:innen brauchen unsere Hilfe!

In den ländlichen Regionen Spaniens, wo die Jagd vor allem stattfindet, bleibt diese grausame Praxis oft unbemerkt oder wird von der Gesellschaft hingenommen. Die städtische Bevölkerung ist häufig ahnungslos, und … [ mehr ]

2025-01-27T12:12:44+01:005. Januar 2025|

Im Oktober beginnt die Jagdsaison in Spanien

Eine Zeit, die für viele Tierschützer:innen auf der ganzen Welt mit großer Traurigkeit verbunden ist!

In diesen Tagen beginnt in vielen Regionen Spaniens die alljährliche Jagdsaison, die für unzählige Galgos, Podencos und andere Jagdhunde, eine Zeit des Schmerzes, der Qualen und des Leidens darstellt.

Die Jagdsaison bringt nicht nur das Ende der Sommerruhe für diese Tiere, sondern auch den Beginn einer grausamen Realität, in der sie brutal behandelt und ohne Rücksicht auf ihr Wohlbefinden eingesetzt werden. Viele dieser wunderbaren Tiere, die als treue Begleiter und Freunde gelten, werden unter dem Deckmantel der Tradition in dieser Zeit zum Opfer werden.

Wenn sich ein Hund bei der Hetzjagd auf Hasen und Kaninchen verletzt, ist das nicht selten sein Todesurteil.

Anders als bei Jagdhunden in Deutschland, brauchen die Windhunde keine jahrelange Ausbildung und müssen nur eins sein – schnell. Aber ein verletzter Hund muss gepflegt und versorgt werden und wird vermutlich nie wieder so schnell werden wie er mal war.

Darum ist es für die Galgueros einfacher, den Hund zu „entsorgen“ und einen anderen Hund zur Jagd zu nutzen.

Früher wurden verletzte Hunde meist an Ort und Stelle getötet oder einfach mit gebrochenen Knochen alleine zurückgelassen. Heute finden zumindest einige den Weg in eine staatliche Perrera (Tötungsstation) oder, wenn sie Glück haben, in ein privat finanziertes Tierheim.

Nur hier werden sie behandelt und ihre Wunden versorgt, und sie bekommen eine Chance auf ein neues Leben durch Adoption.

Es ist eine traurige Tatsache, dass auch in dieser Saison viele Galgos und Podencos ihr Leben verlieren werden, während sie für die Jagd missbraucht werden!

Die Hoffnung auf ein Umdenken und ein Ende dieser grausamen Praktiken soll für uns kein unerfüllter Wunsch bleiben.

Lasst uns gemeinsam für die Rechte und das Wohl dieser Tiere eintreten und auf die Missstände aufmerksam machen, die in dieser Zeit zutage treten. … [ mehr ]

2025-01-21T16:25:30+01:003. Oktober 2024|

Spaniens neues Tierschutzgesetz

EIN NUTZLOSES GESETZ

…denn es „schützt“ Haustiere, die bereits geschützt sind, weil sie ein Zuhause haben und eine Familie.

Alle Tiere, die nicht im Haus gehalten oder für besondere Aufgaben und Tätigkeiten benutzt werden sind ausgenommen.

Das Gesetz ist ein Rückschritt um 20 Jahre. Taten, die vorher verboten und unter Strafe gestellt wurden, sind jetzt erlaubt, solange das Tier nach dem Missbrauch keine tierärztliche Versorgung braucht.

Christoph, der Begründer des Berliner Galgomarsch und Autor des Podcast Jaspers Abenteuer hat sich die Mühe gemacht, die Hintergründe, Historie, Besonderheiten und Gefahren des neuen Gesetzes bis ins kleinste Detail zu recherchieren. Er hat dazu mit Tierschützer:innen vor Ort gesprochen.

Entstanden ist eine sehr interessante und umfangreiche Podcastfolge. Ein muss für jede:n Tierfeund:in. Danke Christoph!

Jaspers Abenteuer – Leben mit einem Galgo

Das für diesen Beitrag verwendete Foto hat Christoph von unserem Sonnenschein LeO im Oktober 2021, während seines Aufenthaltes bei der FBM, gemacht. Wenige Wochen später durfte Leopoldo ll, wie er dort hieß, nach Deutschland reisen.

Bild: Christoph Richter

2025-01-21T16:25:30+01:0027. Juli 2023|
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